Die Kognitive Verhaltenstherapie hat sich in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts aus der klassischen Verhaltenstherapie entwickelt. Aber schon der griechischer Philosoph Epiktet erkannte, dass es nicht die Dinge selbst sind, die die Menschen beunruhigen, sondern das, was die Menschen über die Dinge denken.

Kognitionen sind Gedanken, Bewertungen, Phantasien, Einstellungen und Überzeugungen. Die Kognitive Therapie geht also davon aus, dass unser Verhalten und Fühlen zu einem grossen Teil davon abhängt, wie wir denken.

In der Kognitiven Therapie werden Kognitionen und Gefühle daher zuerst bewusst gemacht und die negativen Annahmen herausgearbeitet. In einem zweiten Schritt werden diese irrationalen bzw. ungünstigen Einstellungen korrigiert und in den Alltag übertragen.

In der klassischen Verhaltenstherapie haben wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass bei Ängsten, Phobien und auch bei Zwängen eine konfrontative Herangehensweise eine sehr wirksame Methode darstellt: Nach gründlicher Vorbereitung wird ein verhaltenstherapeutisches Training oder eine Konfrontation mit den vermiedenen Situationen durchgeführt. Bei sozialen Ängsten kann ein soziales Kompetenztraining zum Einsatz kommen. Depressionen werden u.a. durch einen gezielten Aufbau von Aktivitäten behandelt.

Wichtig ist hier zu erwähnen, dass bei mittelschweren und schweren Depressionen durch einen anerkannten Arzt oder eine Ärztin für Psychiatrie abgeklärt werden muss, ob eine medikamentöse oder stationäre Behandlung empfehlenswert oder sogar erforderlich ist.


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