Die Klärungsorientierte Therapie, die von Prof. Dr. Rainer Sachse aus Bochum, Deutschland, entwickelt worden ist, geht davon aus, dass alle Menschen im Verlauf ihrer Biographie Überzeugungen, sogenannte Schemata, über sich selbst und ihre Umwelt ausbilden. Diese Schemata beeinflussen und leiten unser Denken, unsere Gefühle und Handlungen auf eine meist angemessene und zielführende Weise.

    Jedoch sind einige dieser Schemata, wir nennen sie auch negative Schemata oder negative Überzeugungen, der aktuellen Lebenssituation nicht mehr angemessen, oder sie sind gänzlich falsch. Trotzdem beeinflussen sie das Erleben und Handeln eines Menschen in weitreichendem Umfang und können zu erheblichen Beschwerden und psychischem Leiden führen.

    Einige Beispiele für solche negativen Schemata sind: „Ich bin nicht in Ordnung“, "ich bin für andere Menschen nicht wichtig“, "in Beziehungen bekommt man keine Hilfe und Solidarität“, oder "in Beziehungen wird man abgewertet.“ Die Schemata zeigen sich häufig auch in Form von Normen: „Ich muss leisten“. „Ich muss immer nett und freundlich sein.“ usw.

    Es geht im klärungsorientierten therapeutischen Gespräch also darum, dass KlientIn und TherapeutIn diese negativen Schemata aufspüren, deren Entstehung gemeinsam nachvollziehen und die dahinter stehenden Motive und Bedürfnisse erkennen (z.B. nach Wichtigsein für andere oder Anerkennung als Mensch).

    Nach der Entscheidung gegen diese Schemata vorzugehen, stehen bestimmte Techniken und Übungen zur Verfügung, diese zu korrigieren, d.h. durch zutreffende Überzeugungen zu ersetzen und mit den Ressourcen, die ein Mensch in seinem Leben erworben hat, zu verbinden.

    Und nicht zuletzt suchen wir in der Therapie nach Möglichkeiten, wie die persönlichen Motive eines Menschen auf authentische Weise erfüllt werden können.



    Praxis für Psychotherapie • Franziska Farchioni-Garst lic.phil. • Untere Hauptgasse 14 • 3600 Thun

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